Blickkontakt zum Baby

Alle Tragehilfen, bei denen die Blickrichtung nach vorne geht, sollten grundsätzlich gemieden werden, weil der Blickkontakt zum Baby besser ist. Punkt. Dazu schreibt die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dr. Inés Brock in einem Plädoyer für das richtige Tragen:

Für die psychische Entwicklung ergeben sich Risiken, die beim Vis-á-vis-Tragen nicht vorkommen. Die Babys haben keinen Blickkontakt zur Mutter oder Vater und können somit nicht erkennen, was das Elternteil für mimische und verbale Rückmeldungen gibt. Säuglinge können gerade in einem Abstand von ca. 20-30cm am schärfesten sehen, was dem Abstand zwischen Brust und Gesicht entspricht. Ihnen fehlt somit eine wichtige primäre Kommunikationsgrundlage. Ohne face-en-face-Kontakt können Säuglinge nicht lernen Gefühle zu identifizieren und Sprache zu erkennen. Das ist aber gerade in der aufregend neuen Welt außerhalb der Wohnung eine wesentliche Entwicklungsressource.

 

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